Qualitätssicherung im Rahmen der strukturierten Behandlungsprogramme (DMP)


Der Erfolg der strukturierten Behandlungsprogramme ist eng verknüpft mit dem fortwährenden Bestreben aller Beteiligten nach optimalem Nutzen dieser Programme. Die BKK EWE hat hierbei die Aufgabe, ihren Kunden den Zugang zum Programm zu erleichtern und sie durch das Programm zu begleiten. Diese Aufgabe haben wir, gemeinsam mit unserem Kooperationspartner BKK MediService, sehr ernst genommen. Auf der Grundlage der Dokumentationsdaten wurden zahlreiche DMP Teilnehmer schriftlich und telefonisch erinnert, informiert, beraten und zur Eigeninitiative motiviert.

Versicherte können an den Behandlungsprogrammen für Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2, Koronare Herzkrankheit, Brustkrebs, Asthma und COPD teilnehmen. Insgesamt sind bei der BKK EWE

369 Versicherte in das DMP Diabetes mellitus Typ 2
21   Versicherte in das DMP Diabetes mellitus Typ 1
241 Versicherte in das DMP KHK
197 Versicherte in das DMP Asthma
66   Versicherte in das DMP COPD
32   Versicherte in das DMP Brustkrebs

eingeschrieben.

Qualitätssicherung

Die auf der Basis der Dokumentation durchgeführten Qualitätssicherungs-maßnahmen umfassten Informationen für die Versicherten zu Begleit- und Folgeerkrankungen, z.B. bei Diabetes mellitus Typ 2 zu Bluthochdruck, di-abetischen Fuß und Schäden am Auge. Im Bereich Brustkrebs konzentrierte sich die Qualitätssicherung auf die Information der Versicherten zu Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten. Im Zeitraum vom 01.01.2008 bis 31.12.2008 wurden 601 Informationsbriefe über diese Folgeerkrankungen an 490 Versicherte versendet. Für Diabetes mellitus Typ 2 wurden 262, für Diabetes Typ 1 10, für KHK 167, für Asthma 118, und für COPD 44 indikationsspezifische Informationen verschickt.

Für medizinische und organisatorische Rückfragen stand und steht auch in Zukunft unseren Kunden unser Medizinisches ServiceCenter zur Verfügung. Hier beantworten medizinisch hochqualifizierte Kräfte alle Fragen sowohl zur Gesundheit als auch zum organisatorischen Ablauf der struktu-rierten Behandlungsprogramme. Das Informationstelefon wurde auch von vielen niedergelassenen Ärzten in Anspruch genommen.

Auch die Erinnerungen an die vom behandelnden Arzt empfohlenen Schu-lungstermine enthalten Erläuterungen und weitergehende Informationen zu der empfohlenen Schulung. Weiterhin sollen sie den Versicherten moti-vieren, an der Schulung teilzunehmen. Im genannten Zeitraum erhielten für alle Behandlungsprogramme 232 Versicherte diese Erinnerung mit ent-sprechenden Informationen. Um zu verhindern, dass geplante Arztbesuche versäumt werden, werden einmal pro Quartal Erinnerungen an den Arztbe-such verschickt. Im genannten Zeitraum wurden deswegen

141 Versicherte mit der Diagnose Diabetes mellitus Typ 2
11   Versicherte mit der Diagnose Diabetes mellitus Typ 1 
95   Versicherte mit der Diagnose KHK 
88   Versicherte mit der Diagnose Asthma
26   Versicherte mit der Diagnose COPD
20   Versicherte mit der Diagnose Brustkrebs

angeschrieben.
 
Qualitätssicherung im Verhältnis zum Arzt

Den Schwerpunkt der Qualitätssicherung des Arztes stellte der Feedback-bericht dar. Dieser enthielt Informationen zu anamnestischen und aktuel-len Befunden, Laborparametern und Medikation sowie zu Schulungen und Zielvereinbarungen mit Versicherten im aktuellen Verlauf. Jeder Arzt konn-te aus diesem Bericht den Behandlungsverlauf und -erfolg seiner eingeschriebenen Patienten im Vergleich zu dem seiner Kollegen ersehen. Die Basis für die Auswertung bildeten die regelmäßig erstellten ärztlichen Dokumentationen. Das monatlich durchgeführte Erinnerungs- und Rückmeldesystem an die Ärzte – bezogen auf die aktive Teilnahme des Versicherten – wurde durch die jeweilige gemeinsame Einrichtung durchgeführt.