Kurzzeit- und Verhinderungspflege (Anspruch bei Pflegegrad 2 bis 5)


Kurzzeitpflege

Ist häusliche Pflege nicht, noch nicht oder nicht im erforderlichen Umfang möglich und teilstationäre Pflege nicht ausreichend, besteht zeitlich begrenzt Anspruch auf vollstationäre Pflege (z.B. im Anschluss an eine stationäre Behandlung oder in sonstigen Krisensituationen). Während der Inanspruchnahme der Kurzzeitpflege wird das Pflegegeld hälftig weitergezahlt.

Die Kurzzeitpflege kann bis zu 8 Wochen in Anspruch genommen werden. Die Leistungshöhe beträgt 1.612,00 €, wobei die Aufstockung um die Mittel der Verhinderungspflege möglich ist.

Personen mit Pflegegrad 1 können sich Kosten der Kurzzeitpflege über den Anspruch auf Entlastungsleistungen erstatten lassen, soweit das Budget hierfür ausreicht.

Sollten Sie Kurzzeitpflege benötigen, setzen Sie sich bitte mit unserer Pflegekasse in Verbindung.

Verhinderungspflege

Ist eine Pflegeperson wegen eines Erholungsurlaubs, einer Krankheit oder aus anderen Gründen verhindert, werden die Kosten für eine notwendige Ersatzpflege für 4 Wochen und höchstens 1.612,00 € im Kalenderjahr übernommen. Die Verhinderungspflege kann auch auf das gesamte Kalenderjahr ausgeweitet werden, sofern diese stundenweise (unter 8 Std. pro Tag) erbracht wird. Die Verhinderungspflege kann durch eine private Ersatzkraft, einen zugelassenen Pflegedienst, vollstationäre Pflegeeinrichtung und Angehörige erbracht werden.

Voraussetzung für die Verhinderungspflege ist, dass der Pflegebedürftige vor der erstmaligen Verhinderung 6 Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt wurde. Für den Zeitraum der Inanspruchnahme der Verhinderungspflege haben Sie einen Anspruch auf  Weiterzahlung des hälftigen Pflegegeldes.

Sollten Sie Verhinderungspflege in Anspruch nehmen wollen, setzen Sie sich bitte mit unserer Pflegekasse in Verbindung.